Unsere Therapieverfahren

In der Bruchchirurgie gibt es nicht das „eine, richtige“ Verfahren sondern mehrere unterschiedliche, die der Größe und Form des Bruches, wie auch den Ansprüchen des Patienten angepasst ausgewählt werden sollte. Es bedarf einer großen Erfahrung unterschiedliche Verfahren zu beherrschen und den Patienten optimal, seinen Bedürfnissen angepasst, zu versorgen.

Hier im Hernienzentrum Rudolfplatz werden Sie von einem spezialisierten Team versorgt. Jeder Patient wird individuell versorgt. Wobei sich die Behandlungspfade an den von der europäischen Herniengesellschaft erstellten Leitlinien orientieren.

Der Leistenbruch
Operation nach Shouldice:

Nicht jeder Bruch braucht ein Netz. Bei dieser Methode handelt es sich um eine offene Operation. Über einen ca. 4 bis 5 cm langen Schnitt in der betroffenen Leiste wird der Bruchsack in die Bauchhöhle zurückgebracht und die Bruchlücke plastisch mit eigenem Gewebe, das dabei gedoppelt wird gedeckt. Die Operation wird meist in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Die körperliche Belastung ist nach ca. 10-14 Tagen wieder frei gegeben. Auf das Einbringen von Fremdmaterial kann bei dieser Operation weitgehend verzichtet werden.

TIPP:   Transinguinale, präperitoneale Hernioplastik.

Dies ist eine offene Operation, bei der durch einen ca. 4-5 cm langen Schnitt in der betroffenen Leiste die Bruchlücke mit einem, in spezieller Technik eingebrachten, Netz verschlossen wird. Diese Operation wird nur von wenigen Operateuren in Deutschland in großer Zahl durchgeführt. Wir verfügen hier über eine besonders große Erfahrung.

Bei dieser Technik wird das Netz in die Schicht unter der Bauchwandmuskulatur eingebracht und kann dort alle 3 Bruchpforten weit überlappend verschließen. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Möglichkeit, bei jedem Schritt der Operation maßgeschneiderte Variationen vornehmen zu können. Die Ergebnisse der Technik sind besonders gut. Neueste vergleichende Studien zeigen weniger Patienten mit chronischen Schmerzen im Vergleich sowohl zu anderen offenen Techniken, wie auch zu endoskopischen Verfahren.

Die offenen Operationen können in ausgewählten Fällen auch in lokaler Betäubung durchgeführt werden.

TAPP:    Transabdominelle, präperitoneale Herniolplastik:

Ist ein endoskopisches Verfahren der Bruchversorgung mit Netz. Hierbei wird über drei kleine Zugänge über die Bauchhöhle der Bruch mit einem Netz verschlossen. Bei Verwachsungen des Darmes, wie es nach vorangegangenen Bauchoperationen der Fall sein kann, ist diese Technik unter Umständen nicht durchführbar. Eine Vollnarkose ist für die beiden endoskopischen Techniken erforderlich.

TEP:   Total extraperitoneale Hernioplastik

Hier wird die Schicht hinter der Bauchmuskulatur aufgedreht und der Bruchsack kann zurück geführt werden, ohne den Bauchraum zu eröffnen. Bei dieser Technik wird ebenfalls die Bruchlücke mit einem Netz verschlossen. Eine Vollnarkose ist für die beiden endoskopischen Techniken erforderlich.

Welche Methode für Sie, als Patient die richtige ist, wird ausführlich mit Ihnen besprochen.
Weiteres Informationsmaterial finden Sie auf der Seite von Herniamed.
Als Mitglieder der deutschen und europäischen Herniengesellschaft nehmen wir Teil an der Qualitätssicherungsstudie Herniamed.

Herniensprechstunde im Hernienzentrum Rudolfplatz:

  • Untersuchung und Beratung durch einen Hernienspezialisten
  • Ultraschalluntersuchung bei fraglichen Befunden
  • Spezialberatung- und Therapie zum Thema Leistenschmerz